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Fokussiert arbeiten

Stressreduktion und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch.


Unser aller Arbeitspensum ist hoch und wir halten uns stets an unser Bestes zu geben. In vielen Fällen kann dies dazu führen, dass wir in eine Stressspirale geraten, aus der es kein Entfliehen zu geben scheint.


Halten wir dem Druck und den Aufgaben nicht mehr Stand, so fühlen wir uns häufig als Versager*innen und zudem kann Stress dazu führen, dass wir krank werden. Das muss nicht sein, denn Stressreduktion und Wirtschaftlichkeit stehen nicht im direkten Widerspruch.


Wieso das so ist und wie du stressreduziert und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten kannst, erkläre ich dir in diesem Beitrag.


Was uns den Fokus raubt


Um fokussiert arbeiten zu können, ist es wichtig zu verstehen, was unseren Fokus verschiebt oder auch raubt. Zum größten Teil sind es Unterbrechungen während der Arbeit, die wertvolle Zeit kostet, unsere Aufmerksamkeit sinken lässt und uns unter Zeitdruck setzt. Stress entsteht.


In einer aktuellen Studie wurden Unterbrechungen, Meetings und Multitasking zu den Hauptzeitfressern auserkoren, denn diese sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir im Durchschnitt fünf Arbeitstage pro Monat verlieren. Durch ständige Störungen fällt es uns zunehmend schwerer fokussiert zu arbeiten und uns vollständig einer Aufgabe zu widmen. Das ist nicht nur für das Unternehmen schädlich, sondern vor allem für die Gesundheit und die Zufriedenheit bei der Arbeit.


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Fomo – Fear of missing out


Die ständige Angst etwas zu verpassen, nennt sich „fear of missing out – kurz fomo“. Fomo treibt uns an und wird uns gesellschaftlich vorgelebt. Noch eine Mail, noch eine Push-Nachricht, noch ein verpasster Anruf, usw. Je mehr, desto wichtiger und unersetzlicher scheinen wir zu sein. Nur wer immer online und erreichbar ist, wird als wertvolles Mitglied der Gesellschaft gesehen.


Werden wir in einer Welt, in welcher der Schreibtisch niemals leer ist und ein Projekt das nächste jagt, jemals „fertig“ mit unserer Arbeit?


Sollten wir es so hinnehmen oder machen wir uns doch etwas vor? Zerstören wir uns mit dieser Einstellung selbst und sollten wir möglicherweise aussteigen aus dem Karussell? Immer weiter steigende Zahlen hinsichtlich Burn-outs, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen lassen den Schluss zu, dass wir uns auf einem selbstzerstörerischen Weg befinden und mit Vollgas auf den Abgrund zurasen. Ist das unser „neues“ Normal?



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Zurück zu dir und deinem Fokus


Wir dürfen uns frei machen von dem Gedanken unseren Schreibtisch komplett aufgeräumt und ohne weitere Aufgabenpakete am Ende des Arbeitstages zu verlassen. Das ist eine nicht veränderbare Rahmenbedingung und auch in Ordnung. Die Welt verändert sich und wir tun es ebenfalls. Was wir allerdings verändern dürfen, ist unsere Einstellung dazu.

Vorbei sind die Zeiten, in denen unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern Tagesaufgaben erledigt haben und am kommenden Tag neu starteten.


Die Welt und die Aufgaben sind komplexer geworden und daher dürfen wir diese Themen auch in ihrer Komplexität betrachten. Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, ob es machbar ist, deine gestellten Aufgaben an einem Tag zu erledigen? Gehst du manchmal auch nach Hause und fragst dich, ob du genug getan hast, weil immer noch so viel auf deinem Schreibtisch liegt? Mache dich frei davon, zu denken, es ginge nur dir so.



Die Hauptzeitfresser


1. Multitasking

Multitasking ist in aller Munde und wir rühmen uns damit. Wer es nicht kann, ist out. Doch hast du gewusst, dass es Multitasking überhaupt nicht gibt und du einem Trugschluss aufgesessen bist? Es ist nämlich so, dass unser Gehirn die Aufgaben nicht gleichzeitig erledigen kann. Unser Gehirn bearbeitet die Themen schnell nacheinander, sodass es dir so vorkommt, als passiere es gleichzeitig.


Insgesamt lässt uns vermeintliches Multitasking sogar eher dümmer werden, denn unser Gehirn verlernt, sich langfristig auf eine Aufgabe zu konzentrieren und sucht ständig nach Ablenkungen. Vielleicht hast du das bei dir auch schon einmal festgestellt, dass deine Konzentrationsfähigkeit früher irgendwie besser war als heutzutage. Das liegt unter anderem am ständigen Multitasking.


2. Unterbrechungen

Im Durchschnitt kommt es zu etwa 15 Unterbrechungen pro Stunde. Das können Anrufe und Anfragen von Kolleg*innen sein, ebenso wie das ständige Überprüfen des Postfachs und Push-up Nachrichten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es nicht nur die Unterbrechung an sich ist, sondern auch die Re-Fokussierung deines Gehirns. Du benötigst dazu zusätzlich mindestens 15 Prozent der eigentlichen Bearbeitungszeit, um wieder vollkommen in deine Aufgabe einzutauchen.

3. Meetings

Austausch und Kommunikation sind wichtig im stetigen Miteinander. Allerdings gibt es immer wieder eine Vielzahl von Meetings, die teils irrelevant oder ausufernd sind. In einer 40-Stunden-Woche sitzen Beschäftigte durchschnittlich anderthalb Tage in Meetings, von den in etwa nur 35 Prozent als relevant für die eigene Tätigkeit wahrgenommen werden.



Was du tun kannst


1. Fokuszeit – Stille Stunde

Schaue, wann du dir täglich eine Stunde Fokuszeit einplanen kannst, in welcher du dich vollkommen auf deine Aufgabe konzentrieren kannst. Trage dir diese in deinen Kalender ein, damit nichts dazwischenkommen kann. Schon eine Stunde täglich reduziert deinen Cortisolspiegel und steigert deine Gedächtnisleistung.


2. Tool sinnvoll nutzen

In einem Unternehmen gibt es viele großartige Tools, die genutzt werden können. Allerdings kann man sich auch zu Tode organisieren und den Überblick verlieren, weil so viele Tools bedient werden wollen. Schaue dir an, welche dir einen Mehrwert bieten und dich unterstützen. Die, die dir und dem Unternehmen keinen Mehrwert bieten, nutzt du nicht. Teile es auch gern deiner Führungskraft mit, so können überflüssige Tools eliminiert werden.


3. Konzentrationskultur

Unsere ständige Erreichbarkeit sorgt für Wertschätzung und Anerkennung im Außen. Doch tatsächlich stört die ständige Erreichbarkeit massiv unsere Produktivität und schmälert die Arbeitsleitung. Zudem kostet es uns unseren Seelenfrieden und das Unternehmen viel Geld.


Sprich offen mit deiner Führungskraft und Kolleg*innen über deine veränderte Arbeitsweise. Weise darauf hin, Anfragen zu bündeln und dir zukommen zu lassen. Frage aktiv nach, wann genau die Abgabefristen sind und plane danach. Schalte Push-Nachrichten aus und kontrolliere zu festen Zeiten deine Nachrichten. Schalte dein Telefon auf stumm, wenn du konzentriert arbeitest. Gegebenenfalls kannst du kurze Termine in deinen Kalender eintragen für Aufgaben, die es zu erledigen gilt. So arbeitest du konzentriert.


Fazit


Je mehr du eine für dich stimmige Arbeitsweise findest, um so weniger Stress wirst du empfinden. Es kann sein, dass deine veränderte Arbeitsweise Gesprächsthema wird. Gehe offen und ehrlich damit um und erläutere, welche Mehrwerte es dir und dem Unternehmen bietet.


Ein Wandel kann nur stattfinden, wenn wir beginnen ihn einzuleiten. Setze dich selbst und deine Gesundheit an erste Stelle und dein Unternehmen wird es feststellen, wertschätzen und weitertragen.


Liebe und Vertrauen für dich.


Svenja ❤️🤍











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