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Mein Ego und ich

Wie du den Umgang lernen kannst


Wir alle sind betroffen. Einige mehr, andere weniger. Unser Ego meldet sich zu den unmöglichsten Zeiten. Gerade, wenn wir uns persönlich angegriffen fühlen oder etwas im Außen wegbricht. Warum ist das so und wie können wir unser Ego annehmen und gemeinsam den Weg des Lebens beschreiten? Wir möchten dir ein paar Impulse geben.


Was ist eigentlich dieses Ego?


Das Ego wird häufig als falsches Selbst bezeichnet. Es ist der gegenwärtige Zustand des Bewusstseins, welcher die eigentliche Präsenz des Menschen nicht durchblicken lässt. Es ist eine mentale Konditionierung unserer Gedanken und Emotionen, durch die du in die Welt blickst und entsprechend handelst. Klingt kompliziert, oder?


Ich möchte es dir einmal kurz, so einfach wie möglich darstellen. Dein Ego bezieht seinen Selbstwert und das Selbstwertgefühl aus Dingen, Status, Bedingungen, Kultur, Aussehen, Beziehungen, Erfahrungen, Geschichten, Wissen und so weiter. Je „besser“ oder „schlechter“ die Beziehung, Geschichte oder Bindung ist, desto stärker ist die Identifikation.


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Das Ego sagt: „Ich habe, also bin ich!“ Es denkt, je mehr - zum Beispiel Geld oder Status- oder weniger - zum Beispiel Makel beim Aussehen - ich habe, desto mehr bin ich. Das ist jedoch eine Illusion und das Gegenteil ist die Wahrheit.


Verabschiede dich zudem auch bitte vor dem möglichen Gedanken, dein Ego gehen zu lassen und nicht mehr Ego sein zu wollen. Das ist nämlich ebenfalls Ego. Das Ego gehört zu uns und das ist auch gut.



Deine Abhängigkeit – Die Formidentifikation


Dein Ego identifiziert sich mit Dingen und Zuständen. Das sind unter anderem Aussehen, Körper, Krankheiten, Titel, Geld, Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Status, und so weiter. Das alles ist Teil der Formidentifikation und führt dazu, dass sich Gedanken formen, was du glaubst zu sein. Das nennt sich „illusorisches Selbstbild“.


Merkst du, wie du dich durch äußere Faktoren abhängig machst? All diese Dinge und Zustände befinden sich im Außen und sind dem Gesetz der Vergänglichkeit unterworfen. Das bedeutet, sie sind flüchtig und du kannst sie nicht festhalten und in diesem Zustand verbleiben.


Dein Ego lebt daher in einem andauernden Angstzustand und sucht aufgewühlt und kummervoll nach dem nächsten „Kick“, mit dem es sich identifizieren kann.


Das ist unter anderem ein Grund, warum es zum Gedankenkarussell kommen kann und Angst und Begehren die wichtigsten Motivatoren im Leben werden.


Dein Ego füttert deinen Verstand


Dein Ego ist wirklich schlau, denn es möchte ja weiterhin leben – wenn auch sorgenvoll und von Angst regiert. Kannst du es ihm verübeln?


Schließlich kennt es nichts anderes. Die ständige Auseinandersetzung mit möglichen Verlusten kann einen schon kirre machen.


Hast du dich schon einmal mit deinen Glaubenssätzen und Werten bewusst auseinandergesetzt? Die Verbindung zwischen ihnen und dem Ego ist nicht von der Hand zu weisen. Deine Glaubenssätze und Werte beeinflussen nämlich deine Gedankenwelt.


Glaubenssätze und Werte


Unsere Glaubenssätze und Werte entstehen durch Prägungen. Zum einen aus der Gesellschaft, in der du lebst und zum anderen durch Erziehung, Erfahrung, Familie und auch Freunde. Je nachdem, wie intensiv die Prägungen waren, desto mehr speisen sich die sogenannten positiven oder negativen Glaubenssätze und umso fester sitzen deine Werte im Sattel.


Prägung ist wichtig


Die Prägung ist natürlich wichtig, denn sie beschützt und warnt uns vor möglichen Gefahren. Erfahrungswerte unserer Vorfahren wurden uns mitgegeben – ob bewusst oder unbewusst. Sie formen unser Weltbild und beeinflussen auch unsere Glaubensätze und Werte, ob wir wollen oder nicht.


Glaubenssätze und Werte beeinflussen dein Ego


Wurde dir mitgegeben oder hast du die Erfahrung gemacht, dass du materielle Sicherheit brauchst, nur Liebe erfährst, wenn du hübsch aussiehst, brav bist oder Leistung bringst, so spiegelt sich dies auch in deinem Ego wider.

Dein Ego wird mit Angst gespeist und wird zur Spirale. Ich MUSS Leistung bringen. Ich MUSS Geld verdienen. Ich MUSS ein großes Haus und Familie haben. Andernfalls bin ich wertlos.


Wie du dein Ego auf Kurs bekommst


Schau dir einmal deine Glaubensätze und Werte an. Es gibt dazu viele tolle Methoden. Das Schöne ist: Sie gehen einfach und brauchen keine lange Vorbereitung.


Schritt 1


Nimm dir einen Zettel und einen Stift.

Male dich in die Mitte.  Ein Kreis mit einem einfachen ‚Ich‘ reicht.

Spüre in dich hinein. Mir helfen dabei bestimmte Klänge, z.B. Alphawellen


  • Welche Glaubensätze spürst du in dir?

  • Was ist dir wichtig?

  • Was geht für dich überhaupt nicht?

 

Schreibe alles, was dir einfällt auf das Blatt Papier. Schau es dir anschließend genau an und spüre in alles noch einmal hinein mit der Frage: Ist es mir wichtig oder jemandem anders?

Jemand anders können hierbei die Gesellschaft oder die Familie und Freunde sein. So kannst du bereits einteilen, was wirklich deins ist und was von außen.


Du kannst eigenständig an den Glaubenssätzen und Werten arbeiten und diese, wenn nötig, verändern. Falls es nicht allein klappt, melde dich bei uns und wir arbeiten gemeinsam daran.


Schritt 2


Du darfst dich mit den Fragen tragen:


  • Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss?

  • Wer bin ich, wenn ich nichts habe und nichts bin?

  • Wer bin ich, wenn das ‚Außen‘ keine Rolle spielt?

  • Wer ist der Mensch, der ich sein möchte?


Das Ego schreit und protestiert


Vielleicht wirst du feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, sich diesen Gedanken hinzugeben mit einem entsprechenden Ergebnis. Das liegt ganz einfach daran, dass dein Ego dich daran hindert.


„Was soll der Mist denn bitte bringen?“

„Am Ende gibt es aber trotzdem ein Außen.“

„Der äußerliche Druck ist einfach zu groß.“

„Ich will lieber so bleiben, denn damit kenne ich mich aus.“


Erkennst du einige dieser oder ähnlicher Gedanken? Nutze diesen Moment und entscheide dich bewusst, mit diesen Gedanken zu spielen.

Mal ehrlich: Was soll denn schon passieren? Ist doch nur deine Phantasie. Beruhige dein Ego mit dieser Information.


Wiederholung zur Umprogrammierung


Immer, wenn du bemerkst, dass dein Ego die Führung übernehmen möchte, fokussierst du dich. Nutze zum Beispiel Meditationen und Musik dafür, wenn du magst. Wiederhole die Antworten der oben gestellten Fragen immer und immer wieder. Wie eine Art Mantra oder nimm deine Antworten als deine persönlichen Affirmationen.


Dein Gehirn liebt Wiederholungen und zudem fließt die Energie immer genau dahin, wo du sie hinlenkst. Programmierst du dein Gehirn also Stück für Stück um, speist sich dein Ego nicht mehr aus Angst und du wirst zusehends entspannter.


Was kann dir schon passieren? Selbst wenn im Außen nichts mehr ist. Du bist Du.


Liebe und Vertrauen für dich.


Svenja ❤️🤍











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