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Erwartungen. Freud oder Leid?

Wir haben bereits einen Blog-Beitrag zu „ein Leben ohne Gefühle“ geschrieben. Schaue hier gerne noch einmal im Anschluss rein, wenn du neugierig geworden bist.


Heute möchten wir uns dem Thema der Erwartungen widmen. Wie ist wohl so ein Leben ohne Erwartungen? Spüre einmal rein und versuche dir ein Leben ohne Erwartungen vorzustellen. Merkst du eine Erleichterung oder einen Widerstand in dir? Fragst du dich, wie das gehen soll?


Eine sehr lange Zeit war unser Leben von Stress, Ärger, schlechter Laune und Enttäuschungen geprägt. Lief etwas nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, waren wir genervt, sauer oder enttäuscht. In unseren Köpfen haben wir Erwartungen, welcher erfüllt werden möchten. Wenn dies nicht eintrifft, reagieren wie oben beschrieben.


Wir wissen genau, wie andere Menschen zu reagieren haben, wie beispielsweise unser Chef, unser Freund, unser Partner, usw.. Selbst beim Autofahren wissen wir genau, wie der andere sich zu verhalten haben. Diese Erwartungen sind für uns so real, dass wir diese Vorstellung vehement verteidigen.



"Wenn wir unsere Erwartungen verringern, werden wir Zufriedenheit erfahren." Dalai Lama


Doch diese Erwartungen sind nichts anderes als Wünsche unserer Phantasie. Es ist nicht die Wirklichkeit, es ist nicht die Realität. Und wenn dies so ist, wünschen wir uns eben, dass die Welt anders wäre.


Keine Lösung oder?


Wie wäre es, wenn du deine Erwartungen einfach über Bord wirfst?


Stell dir einmal all deine Erwartungen vor oder schreibe diese auf einen Zettel. Falls ein Zettel nicht ausreicht, nimm eine Tapetenrolle 😉


Welche Erwartungen hast du an dich?

Welche Erwartungen hast du an deinen Job, deine Kollegen, deinen Chef?

Welche Erwartungen hast du an deinen Partner?

Welche Erwartungen hast du an die Welt?


Hast du dir alles vorgestellt oder aufgeschrieben, nimm diese Erwartungen und wirf sie über Bord.


Gerne kannst du deinen Zettel auch verbrennen. Bei der Tapetenrolle solltest du lieber etwas aufpassen 😉


Was passiert nun mit deinen Erwartungen? Sie verblassen immer mehr und werden weniger präsent für dein Leben, bis sie gar nicht mehr da sind.


Die Befreiung.


Du kannst nun die Wirklichkeit so sehen, wie sie tatsächlich ist. Du akzeptierst die Menschen wie sie sind und nicht wie sie deiner Vorstellung nach sein sollen. Dadurch kannst du nicht mehr enttäuscht werden, brauchst dich nicht mehr ärgern und bekommst keine schlechte Laune mehr. Und wenn es doch das ein oder andere Mal passiert, dann nimm die Situation an und lass die Situation so sein wie sie eben ist und lass deine Gefühle weiterziehen.





Handeln in Übereinstimmung deiner Werte.


Es bedeutet nicht, dass du nicht mehr handelst oder mit allem einverstanden bist. Es bedeutet einfach nur, dass du in Übereinstimmung deiner Werte handelst und somit die Welt beeinflusst. Jedoch ohne eine Erwartung zu haben, wie die Welt auf deine Handlung zu reagieren hat.


Beobachterperspektive.


Beobachte deine Gedanken und deine Gefühle zu deinen Erwartungen. Verurteile diese nicht und nimm sie einfach wahr, so wie sie eben sind. Akzeptieren heißt hier das Zauberwort.

Beobachte einmal deine Erwartungen, wenn die Anerkennung des Chefs ausbleibt, Stau auf der Autobahn ist, der Zug oder das Flugzeug eine Verspätung hat. Atme einmal tief durch, nimm deine Beobachtung wahr und akzeptiere diese, so wie sie ist.


Achte einmal auf deine Gefühle, wenn dein Kollege oder dein Chef sich nicht so verhält, wie du es gerne hättest. Oder wenn sich dein Partner nicht so verhält, wie du glaubst, dass es richtig oder normal wäre. Beobachte alles und nimm es in dir auf. Atme tief ein und lass all diese Erwartungen mit dem nächsten ausatmen los.

Und was können wir berichten? Uns hat es enorm den Druck, den Stress, die Frustration, die Enttäuschung und vieles mehr genommen.


Ohne Erwartung.


Giulia ❤️🤍









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